Jahresbericht 2017

Das Jahr 2017 war für HOPE ein erfolgreiches, intensives und emotionales Jahr.

Bereits im Januar erhielten wir eine Anfrage von der römisch katholischen Kirchenpflege Rheinfelden für eine Präsentation unseres Vereins und Projekte. Zu meiner Freude, glaube ich gute Arbeit geleistet zu haben, denn die Kirchenpflege entschied danach uns mit 5000 Franken zu unterstützen. Mein Dank geht an das Kirchenpflege Team, speziell an Herrn Vogel, der das Ganze initiiert hat.

Im Januar erhielten wir auch eine grosszügige Spende aus einer  Geburtstagsfeier. Spenden statt Schenken wurde auf der Einladung vermerkt. Eine Spende, die ein Geschenk für unsere Kinder und Jugendliche in Nepal bedeutet.
Eine weitere grosszügige Geburtstagsspende anlässlich eines runden Geburtstags erreichte uns im Mai. 
Ich möchte mich an dieser Stelle bei den Familien Scheidegger und Simon und ihren spendenden Freunden herzlich bedanken. 

Anfangs Jahr reichte ich auch eine Anfrage an die Stiftung Basaid ein. Basaid hat uns schon in früheren Jahren unterstützt und nachdem die Bauphase an der Berufsschule beendet ist, mussten wir die nötigen Investitionen für die Einrichtungsgegenstände tätigen. An ihrer GV im April wurden uns 22,000 Franken zugesprochen. Ein Betrag, den wir voll für die benötigten Maschinen, Handwerksinstrumente, Schulzimmer Einrichtungen, Administrationsbüro und vieles mehr einsetzen konnten. 
Ein herzliches Dankeschön an das Team von Basaid. Speziell möchte ich Marianne Schenk und Sasank Mohanty für das Vertrauen und für die Unterstützung von Herzen danken.

Im Frühjahr traf ich mich mit Yvonne Koch, die ich in Nepal kennengelernt hatte und dort auch in verschiedenen Projekten engagiert ist. Sie war von unserem Konzept Berufsschule begeistert. Im Gespräch erwähnte ich, dass wir Nähkurse für Frauen anbieten möchten. Dafür aber einen finanziellen Zustupf für die Anschaffung der Nähmaschinen benötigen. Ein paar Tage später erreichte mich die Nachricht, dass sie uns 3,500 Franken vergütet, für den Kauf der Nähmaschinen und für die Trainingskosten des ersten Kurses. Vielen Dank an Yvonne Koch.

Madeleine Sunier hat mit ihrer Klasse im Freien Gymnasium in Basel einen Kuchenstand erfolgreich durchgeführt.  
Auch Mylène hat wiederum am ersten Adventsamstag den bereits traditionellen Weihnachtsmarktstand mit ihrer Schulklasse in Embrach durchgeführt.
An dieser Stelle sei auch den beiden Organisatorinnen und ihren Schülern von Herzen gedankt.
Auch der Pashminaschal-Verkauf in den beiden Happy Feet Podologie und Schuhgeschäften in Basel und Zürich war erfolgreich. Vielen Dank den Teams für die Kooperation.

Im Oktober war Mona Kohler vom Verein helpnepal.ch in Pokhara und hat sich unsere Berufsschule angeschaut. Bereits im Vorfeld hatte ich mit ihr eine Diskussion über eine eventuelle Finanzierung für den geplanten Ausbau Landwirtschaftsschule. Unser Koordinator in Pokhara hat Frau Kohler die Parzelle für dieses Projekt gezeigt und daraufhin wurden uns 5,000 Franken für das Landleasing und entsprechender Umzäunung zugesprochen und überwiesen. 
Herzlichen Dank an Mona Kohler und dem Vorstand von helpnepal.ch.

Die Weihnachtszeit ist auch immer wieder eine erfolgreiche Spendenzeit. Das erleben wir jedes Jahr vor allem mit dem Weihnachtsmarkt in Embrach. Auch die PC Laborsysteme GmbH unter der Leitung von Marco Petraglio überweist uns jedes Jahr eine Weihnachtsspende von 2,000 Franken. Danke, für das Vertrauen und die willkommene Spende am Ende des Jahres. 
Wir haben auch Kleiderspenden bekommen, die wir zum Teil selber mitgenommen haben oder per Paketpost nach Nepal geschickt haben. Die Kinder im Kindergarten und in den Bergregionen im Himalaya erfreuten sich sehr über diese Geschenke. Vielen Dank dafür.
Vom Optikergeschäft Rösli in Wetzikon haben wir korrigierte Kinderbrillen erhalten, die ich während meines Aufenthalts in Pokhara einem dort ansässigen Optiker ausgehändigt habe. Ein herzliches Dankeschön an Herrn 
Andreas Kelch. 

Auch während meiner zwei Reisen im Mai und November durfte ich viel Schönes erleben. Das Highlight meiner ersten Reise war sicherlich die Eröffnung der Berufsschule. Die Zeremonie war sehr emotional und ich habe in meiner kurzen Ansprache auch Sie, liebe Sponsoren und Sponsorinnen erwähnt. Denn ohne die Motivation und Ihr Vertrauen hätte diese Institution nicht erstellt werden können. Es erfüllte mich mit Freude und Befriedigung die Türen unserer Asha Education and Vocational School zu öffnen. Ich bin mir sicher, dass wir in den nächsten Jahren vielen Lehrlingen das qualifizierte Knowhow für ihre Zukunft mitgeben können. Ein grosser Dank geht auch an das dortige Team, allen voran Narayan Baral, der durch seine kompetente und bedachte Art alle in den positiven Bann ziehen kann.
Im Frühjahr wie im Herbst habe ich auch die Bücher geprüft und konnte feststellen, dass mit unseren Geldern gewissenhaft und überlegt vorgegangen wird. Es sind alle Belege vorhanden und alles ist korrekt abgerechnet. 

Auch kann ich jedes Mal die freudigen Fortschritte unserer Kinder in unserem Kindergarten und an der Mount View School feststellen. Die Betreuung ist nach wie vor sehr gut und das Kindergartenteam sehr motiviert. Auch das Schulleiter-Ehepaar an der Primarschule kümmert sich sehr um unsere etwas „speziellen“ Kinder. Von den Lehrern habe ich erfahren, dass alle sehr fleissig sind und die Chance zum besseren Leben nutzen. 
Leider habe ich aber im November von unserer Schulleiterin Miss Sony erfahren müssen, dass sie per Ende Schuljahr, d.h. im April 2018 aufhören möchte. Miss Sony hat in den letzten zwei Jahren drei Fehlgeburten erlitten und sie fühlt sich jetzt nach der dritten nicht mehr stark genug um den Kindergarten zu führen. Das war natürlich ein Schock für mich und gleichzeitig musste ich relativ schnell Entscheidungen treffen. Schon vor dieser Mitteilung machte mir der Hauseigentümer Sorgen. Der Fünfjahresvertrag ist im Januar 2018 abgelaufen und er hatte uns mitgeteilt, dass er uns einen Zweijahresvertrag mit Verdoppelung der Monatsmiete anbieten könne.  Schnell wurde uns klar, dass wir das nicht annehmen werden und jetzt mit der Kündigung von Miss Sony, kamen wir zum Schluss den Kindergarten per Ende April zu schliessen und wir alle verbleibenden Kinder in die Mount View School einschulen. Auch diese Schule hat einen Montessori Kindergarten mit ausgebildeten Lehrkräften. Unsere Miss Rabina wird dort eingegliedert und für Miss Rejeena und unsere Hausmutter haben wir angeboten nach Arbeitsstellen zu suchen. 
Ja, eine Ära geht nach fünf Jahren zu Ende, aber wir tragen diese Entscheidung mit bestem Gewissen. Unsere Kinder werden immer Aasha Kinder bleiben, wir werden in ihrer Betreuung und Entwicklung nach wie vor involviert. Der Ort ändert sich, unsere Mission aber nicht!

An dieser Stelle möchte ich nochmals erwähnen, dass sämtliche Reisekosten vollumfänglich persönlich getragen werden und keinerlei Kosten von den Vereinseinahmen genommen werden.

Im Anschluss an diesen Jahresbericht werde ich noch einige Bilder unserer beiden Projekte, sowie vom Kindergarten im Tibeterdorf zeigen.

Ein ereignisreiches Jahr ist zu Ende gegangen. Wir haben unsere Arbeit mit viel Freude gemacht. Die Kraft und die Motivation haben Sie, liebe Mitglieder und Sponsoren, uns gegeben. Es tut gut zu spüren, dass Sie unsere Arbeit mittragen.

Unsere Arbeit geht weiter. 
Inspiriert vom wunderbaren Verlauf unseres Wirkens, hoffen wir bald finanzielle Zusagen für die Erstellung der angestrebten Landwirtschaftsschule zu erhalten. Es wäre toll wenn wir auch diese Lücke der Ausbildung schliessen könnten.
 
Verschiedene Veranstaltungen sind geplant oder in Planung. Vielleicht können auch Sie mithelfen und ihre Freunde und Familien für diese Projekte zu begeistern und sie zu einer Mitgliedschaft oder einer Zuwendung motivieren. Zum Beispiel Spenden statt Schenken! Ich bin auch immer bereit unsere Arbeit mit einer Präsentation vorzustellen. 
Dafür danke ich von Herzen.

Mein Dank geht auch an den Vorstand, Julien, Mylène, Madeleine und Carina, die mich so gut unterstützen und immer da sind wenn ich sie brauche oder Entscheidungen getroffen werden müssen. Schade, dass uns Carina ab jetzt nicht mehr begleiten wird.
Danke auch den Revisorinnen Carolin Steiner und Kathrin Rigassi
Danke den Koordinatoren in Nepal Narayan Baral, Meena und Rajkumar Maharjan, Amrit, Krishna und Sony Gurung. Ohne sie wären die Transparenz und das nötige Engagement vor Ort nicht möglich
Ein grosses Dankeschön meiner tibetischen Freundin Karma für die Momos, die sie für den heutigen Abend vorbereitet hat.
Danke allen, die diesen Abend mitorganisiert haben
Und zum Schluss ein Riesen Dankeschön Ihnen allen. 
Together we can, Zusammen können wir! 


Magden, 16. März 2018
Barbara Roniger-Knecht


 

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